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Passivbau

Bei dem Baukonzept Passivbau steht die Energieeffizienz des Gebäudes an zentraler Stelle. Um diese definieren zu können beruft man sich auf einen Energiestandard.

Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Die übliche Maßzahl des Energiebedarfs ist Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr [kWh/(m²·a)]

Einer europäischen Direktive folgend, haben die verschiedenen Regionalregierungen unseres Landes eine Regelung ausgearbeitet in Bezug auf die Energieleistung und das Innenklima eines Gebäudes (Performance énergétique et de climat intérieur des bâtiments, kurz: PEB). Diese Gesetzgebung betrifft alle Neubauten und großflächige Gebäuderenovierungen.

Es bedeutet, dass alle Neubauten ein gewisses Niveau an thermischer Isolierung und Energieleistung erbringen müssen. Das Resultat, dass ein Haus erhält wird in 2 Zahlen ausgedrückt: der K-Wert und das Niveau E.

Der K-Wert bestimmt das globale Niveau der Isolierung (Mauern, Dach, Böden, Fenster) und darf 45 nicht überschreiten. Je kleiner dieser Wert, umso besser ist das Haus isoliert.

Das Niveau E gibt den Grad des Totalverbrauchs von Energie an. Die gesetzliche Norm ist 100: je tiefer das Niveau E ist, desto besser. Das Niveau E wird auf Grund von verschiedenen Kriterien berechnet:  Isolierung, Luftdichtheit, Warmwasserversorgung, Heizung, Wohlbefinden im Sommer, erneuerbare Energiequellen, Kompaktheit, Nutzung von Solarenergie, Lüftungssystem.

Momentan gibt es folgende Standards für den Bau:

Niedrigenergiehaus

Niedrigenergiehaus

Bei diesem Baustandard werden alle Maßnahmen so getroffen, dass der Energieverbrauch möglichst niedrig ist: dicke Isolierung, energiesparende Heizung, Warmwasserproduktion und Belüftung stehen im Zentrum dieser Maßnahmen.
Man spricht von einem Niedrigenergiehaus, wenn der Energieverbrauch der Heizung die 50 kWh/(m²•a) nicht übersteigt.

Das E-Niveau eines Niedrigenergiehauses befindet sich ungefähr bei 60 und der K-Wert bei 30. In einem Niedrigenergiehaus befindet sich der Verbrauch zwischen 50 und 60% unter dem Niveau eines klassischen Hauses.

Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick:

Konzeption: bioklimatische Architektur, maximaler Profit der Sonne - indem das Haus auf einen optimalen Einfall des Lichtes und natürliche Wärme ausgerichtet wird. Überhitzungsphänomene werden vermieden. Eine strikte Energiebilanz der Wohnung sollte durchgeführt werden.

Isolierung: dicke Isolierungsschichten umgeben das eigentliche Haus. Dicken von 20-40cm sind da keine Ausnahme. Thermische Kältebrücken werden vermieden. Türen und vor allem Fenster haben hochisolierende Profile und 3fachVerglasung.

Belüftungssystem: ein Wärmetauscher heizt die einströmende Luft, indem er der austretenden Luft ein Teil der Wärme entzieht.

Luftdichtheit: Spalten und Risse verursachen Wärmeverlust bei Türen und Fenstern. Um dies zu vermeiden wird das Haus mit maximaler Luftdichtheit konzipiert.

Erneuerbare Energien: solares Warmwasser, Fotovoltaik und Erdwärme können den Energiebedarf weiter senken.

Sparsame Einstellung: elektrische Haushaltsgeräte mit niedrigem Verbrauch, Sparlampen, effiziente Domotik.

So liegt denn auch der große Unterschied zwischen dem Niedrigenergiehaus und dem Passivhaus im  Heizwärmebedarf.  Das Niedrigenergiehaus hat einen Heizwärmebedarf von zwischen 15 und 50 kWh/(m²•a). Das entspricht einem Ölverbrauch von 4 Litern je m2 pro Jahr.

Passivhaus

Passivhaus


Ein Passivhaus verbraucht 90 % weniger Heizwärme als ein herkömmliches Gebäude. Und selbst im Vergleich zu einem durchschnittlichen Neubau wird mehr als 75% eingespart. Der Heizenergieverbrauch eines Passivhauses liegt mit um 1,5 l-Heizölgleichwert je Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr weit unter dem eines Niedrigenergiehauses. Das Heizen bleibt bezahlbar und krisensicher.

Das Standardheizsystem bei Gebäuden in Mitteleuropa ist eine zentrale Warmwasserheizung mit Heizkörpern, Rohrleitungen und zentralen Öl- oder Gaskesseln. Typischerweise haben bestehende Gebäude eine maximale Heizlast von um 100 W/m² (d.h. 10 kW für eine 100 m²-Wohnung).

Beim Passivhaus wird der Wärmeverlust derart stark verringert, dass eine konventionelle Heizung gar nicht mehr notwendig ist. Eine noch erforderliche kleine "Restheizung" kann dann leicht über eine Nacherwärmung der Zuluft gewährleistet werden, wenn die maximale Heizlast weniger als 10 W/m² (Wohnfläche) beträgt. Die Wärme wird in diesem Fall über ein Nachheizregister der Zuluft des Lüftungssystems zugeführt. Wenn die Zuluftnachheizung als alleinige Wärmequelle ausreicht, nennen wir ein Gebäude ein Passivhaus – eben, weil es kein traditionelles Heizsystem (und auch keine Klimaanlage) benötigt.

Ein Passivhaus muss folgende 4 Kriterien erfüllen:

1. Die Luftdichtheit des Gebäudes muss mittels des Differenzdruck-Messverfahrens (oder Blower-Door-Test) gemessen werden. Der Lufterneuerungssatz muss n50 ≤ 0,6 h -1 sein. (Lufterneuerungssatz gemessen an einer Differenz von 50 Pascal).

2. Das Haus muss mit einer Belüftung vom Typ „System zur kontrollierten, mechanischen Belüftung D“ mit Wärmerückgewinnung über einen Wärmetauscher ausgestattet sein, die folgende 3 Kriterien erfüllt:

  • das gesamte eingebaute Belüftungssystem muss konform der Regelung sein, die zum Zeitpunkt der Empfangsbestätigung des Bauantrags aktuell war;
  • der Wärmetauscher muss einen Wirkungsgrad von mindestens 85 % erzielen;
  • der Installateur muss vor Ort die Luftzufuhr und den Luftausstoß der verschiedenen Belüftungsschächte messen, um eine angemessene Einstellung der Anlage zu garantieren.

3. Die jährliche Nachfrage nach Heizung und Kühlung des Einfamilienhauses muss kleiner oder gleich 15 kWh/(m²•a) sein, berechnet nach der PHPP Berechnungsmethode (Passivhaus Projektierungs Paket).

4. Die Zeit der Überhitzung, über 25°, des Einfamilienhauses, berechnet nach der PHPP-Berechnungsmethode von 2007 oder folgende, darf nicht die 5% überschreiten.

Zusammenfassend müssen folgende Elemente beim Bau eines Passivhauses besonders beachtet werden:


•    Wärmedämmung
•    Passivhaus-Fenster
•    Lüftungswärmerückgewinnung
•    Luftdichtheit des Gebäudes
•    Wärmebrückenfreiheit

0-Energiehaus

0-Energiehaus

Ein 0-Energiehaus ist ein Gebäude, das auf Energieniveau autonom ist, d.h. es produziert selbst seinen Bedarf an Heizwärme und Strom.

Ein Haus kann eine 0-Energie-Bilanz aufweisen, ohne dass es parktisch immer komplett autonom ist. Es produziert im Sommer einen Überschuss an Energie, der in ein Netz eingespeist wird, und es verbraucht mehr als er erzeugt im Winter. Über das ganze Jahr hinweg, also im Durchschnitt, ist die Bilanz gleich 0.

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