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Das Passivhaus kommt

Foto: passiv.de

Wer über Baustandards der Zukunft spricht, kommt am Passivhaus nicht vorbei. Umfassende Informationen zum Passivhaus bieten ein Impulsvortrag mit hochkarätiger Podiumsdiskussion am Freitag, 21. Juni im Triangel St.Vith und ein ganztägiges Seminar am 22. Juni im ZAWM St.Vith.

Der Schritt vom Niedrigenergie-zum Passivhaus

Der Heizenergieverbrauch eines Passivhauses liegt mit ca. 1,5 Liter-Heizölgleichwert je m2 Wohnfläche und Jahr um ein Vielfaches unter dem eines durchschnittlichen Niedrigenergiehauses.

Damit spart der Eigentümer eines Passivhauses im Vergleich zum Bewohner eines heute üblichen Niedrigenergiehauses mehr als 75% Heizenergie ein. 

Das Passivhaus ist jedoch mehr als „nur“ ein Energiesparhaus: es ist ein Baukonzept, das sich seit über 20 Jahren in der Praxis bewährt. Dies gilt für die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit ebenso wie für Komfort und Umweltfreundlichkeit.

Obwohl alle Grundprinzipien und Techniken wissenschaftlich untermauert und im Internet frei zugänglich sind, ranken sich um das Passivhaus noch viele Mythen. Die Vorbehalte, die von Gegnern der Passivhaus-Bauweise vorgetragen werden, sind bei objektiver Betrachtung zumeist leicht zu entkräften.

Dieser Herausforderung stellt sich das Zentrum für Aus- und Weiterbildung St.Vith mit den Veranstaltungen am 21. und 22. Juni.

Vortrag und Podiumsdiskussion

Zu dem Impulsvortrag am Freitagabend –um 20.00 Uhr im Kleinen Saal des St.Vither Triangel, hat das ZAWM einen Gastredner verpflichtet, der aus der Praxis kommt: der Kölner Dipl.-Ingenieur Andreas Nordhoff plant und baut Passivhäuser seit 1994. Zu seinen Realisationen zählen Ein- und Mehrfamilienhäuser ebenso wie Verwaltungsgebäude, Pflegeheime oder Schulen.

Bei der Podiumsdiskussion im Anschluss soll jeder Besucher Gelegenheit erhalten, eigene Fragen einzubringen. Beantwortet werden diese von ausgewiesenen Spezialisten. Wie etwa Olivier Henz: der aus Ostbelgien stammende Architekt gilt als anerkannter Fachmann in Sachen Energieeffizienz und Passivhaus; er unterrichtet u.a. an der Architektur-Fakultät der Universität Lüttich.

Planer, Unternehmer und Handwerker, die in Luxemburg arbeiten, dürften mit Interesse den Ausführungen der beiden luxemburgischen Podiumsteilnehmer folgen: ab 2017 wird die Passivhaus-Bauweise nämlich als Standard im Großherzogtum eingeführt.

Bauherren werden besonders aufmerksam Frédéric Arens zuhören: der Borner lebt seit 2009 mit seiner Familie in seinem Passivhaus.

Tagesseminar als Auftakt

Blower Door, Foto: PHI

Wer sich fachlich noch eingehender über die Grundprinzipien der Passivhaus-Bauweise informieren möchte, kann sich zu dem eintägigen Seminar am Samstag, 22. Juni im ZAWM St.Vith(anmelden.

Bei dieser Schulung wird Andreas Nordhoff noch ausführlicher darauf eingehen, was sich beim Übergang vom Niedrigenergie- zum Passivhaus-Standard ändert.

Behandelt werden u.a. Grundlagen von Physik und Wärmelehre, Merkmale der Gebäudehülle und der Haustechnik sowie einschlägige Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Weiter wird das PHPP-Softwareprogramm kurz vorgestellt:dieses durch das renommierte Passivhaus-Institut (PHI) Darmstadt entwickelte Programm wird bei der Projektierung von Passivhäusern verwendet. Neben einem Vortragsteil umfasst das Tagesseminar auch Gruppenarbeit sowie die Durchführung einer Luftdichtheitsmessung.

Das ganztägige Seminar (8.30 bis 17.00 Uhr)ist ein idealer – und mit nur 150,- € Teilnahmegebühr ein sehr preisgünstiger – Einstieg in die Thematik des Passivhauses. Angesprochen sind nicht nur Handwerker, Unternehmer und Planer, sondern auch Bauherren und solche, die es noch werden wollen.

Ab dem 4. Oktober bietet das ZAWM Schulungen zum zertifizierten Passivhausplaner an. Die Kurse und Prüfungen werden nach Vorgabe und Prüfungsordnung des weltweit als Referenz geltenden PHI durchgeführt. Das ZAWM St.Vith wurde kürzlich durch das Darmstädter Institut als Schulungseinrichtung akkreditiert.

Voraussichtlich ab Winter 2013-14 wird das ZAWM zusätzlich die PHI-Schulungen zum zertifizierten Passivhaus-Handwerker anbieten. Genau wie die Planer-Kurse sind auch die Handwerker-Schulungen nach Darmstädter Muster ab 2017 in Luxemburg erforderlich.

Anmeldungen

Anmeldungen zu den unterschiedlichen Veranstaltungen können auf der Website des ZAWM St.Vith www.weiterMITbildung.be erfolgen.

Dort sind auch vergünstigte Vorverkaufskarten zu dem Vortrag und der Podiumsdiskussion erhältlich (6,- €/Person, Abendkasse: 8,- €). Unternehmen können vergünstigte Firmenkarten für ihre Kunden downloaden.


Die Passivhaus-Veranstaltungen des ZAWM werden unterstützt durch das Impulszentrum Nachhaltiges Bauen.

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