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Passivhäuser: Wie sieht es mit der Brandgefahr aus?

Sowohl ein Brand in einem Passivhaus als in auch einem klassischen Haus kann verheerende Folgen haben.

Die Brandentwicklung in einem Passivhaus kann von der eines klassischen Hauses abweichen. Wir haben hier einige spezielle Risiken, welche durch einen Brand im Passivhaus entstehen können, zusammen getragen:

Hohe Rauchentwicklung

Bei einem klassischen Bau werden die Flammen durch die größere Luftzufuhr besser mit Sauerstoff versorgt und können sich schneller ausbreiten. Bei einem Passivhaus, sterben die Flammen schnell an Sauerstoffmangel, was im Gegenzug jedoch eine hohe Rauchentwicklung mit sich bringt.

Rauchmelder an den richtigen Stellen, sind sowohl beim Passivhaus als auch beim klassischen Bau unumgänglich.

Neue Herausforderungen für die Feuerwehren

Auch die Feuerwehrleute stehen vor neuen Herausforderungen und Strategien bei der Bekämpfung von Bränden in Passivhäusern:

  • Bersten in einem normalen Gebäude bei einem Brand nach kurzer Zeit die Fensterscheiben, kann dies durch die Mehrfachverglasung bei einem Passivbau nicht passieren. Im Gegenteil: Weil das gesamte Gebäude dicht abgeschlossen ist, kann es sich wie ein Ofen aufheizen. Temperaturen zwischen 1000 und 1200 Grad sind dabei die Folge. Die übliche Feuerwehrschutzkleidung ist meist nur für Temperaturen bis 800 Grad ausgelegt.

  • Sterben die Flammen durch Sauerstoffmangel ab und wird der betroffene Raum daraufhin zu schnell mit Sauerstoff versorgt, zum Beispiel durch das Öffnen einer Türe oder das Einschlagen eines Fensters, kann sich eine riesige Stichflamme entwickeln. Die sogenannte Rauchgasexplosion. Bei einer Rauchgasexplosion entwickelt sich nach der Sauerstoffzufuhr eine Flammenwalze mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 m/s und einer Temperatur von 2000–2500 °C.  Diese stellt eine tödliche Gefahr für die Brandbekämpfer dar.

FAZIT:

Energieeffiziente Häuser gelten als vorbildlich und schonen die Umwelt. Energieeffiziente Bauten wie Passiv- oder Niedrigenergiehäuser bieten im Vergleich zu konventionell gebauten Häusern und Wohnungen den gleichen Sicherheitsstandard im Brandfall. Dies belegt auch eine Studie des belgischen Innenministeriums aus dem Jahr 2011.

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