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Öffentlicher Verkauf


Ein öffentlicher Verkauf eines Immobilienobjektes wird ausschließlich über einen Notar abgewickelt.

Die Interessenten geben Angebote ab. Der Betrag des höchsten Angebotes wird den Verkaufspreis bestimmen, unter der Bedingung, dass er vom Verkäufer akzeptiert wird.

Der öffentliche Verkauf bietet viele Garantien in Bezug auf Fristen, Transparenz der Abläufe und die Korrektheit des Preises. Aus diesem Grunde legt dar Gesetzgeber diese Prozedur bei verschiedenen rechtlichen Verkäufen auf (wenn der Verkauf von einem Gericht angeordnet wird). Auch bei normalen Verkäufen kann auf diese Prozedur zurückzugegriffen werden.

Die Bedingungen des Verkaufs werden in einer Leistungsbeschreibung aufgeführt. Es handelt sich um ein vom Notar verfasstes Dokument, das eine Beschreibung des Objekts und alle Verkaufsbedingungen enthält. Dieses Dokument kann von allen potenziellen Interessenten beim Notar eingesehen werden.

Das Datum der Verkaufssitzung wird vom Notar über Plakate und Zeitungsanzeigen mitgeteilt. Die Angebote werden während der Verkaufssitzung entgegengenommen. Wenn das höchste Angebot akzeptiert wurde, erteilt der Notar den Zuschlag. Jedoch muss der Käufer eine bestimmte Frist für die Bezahlung des Preises und der Kosten einhalten. Meist ist das ein bis zwei Monate nach der endgültigen Zuweisung. Für die Bezahlung der Gebühren variiert diese Frist zwischen einem und acht Tagen nach der endgültigen Zuweisung. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Bank, über den Betrag, den Sie leihen wollen und die Fristen der Auszahlung. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Manche Verkäufe werden erst nach Ablauf einer Frist von 15 Tagen definitiv. In diesem Zeitraum kann jeder Interessent noch Angebote abgeben.

Wenn es dem Käufer nicht gelingt, den Kaufpreis innerhalb der festgesetzten Frist zu zahlen, werden Säumniszinsen auferlegt. Wenn es zu keiner Zahlung kommt, wird der Verkauf für nichtig erklärt. Das Objekt wird erneut öffentlich zum Kauf angeboten.

Wenn Sie der Kauf eines Objektes über eine öffentliche Versteigerung interessiert, informieren Sie sich vorab beim Notar über die Objektbeschreibung. Darin bündelt der Notar alle wichtigen Angaben (Grunddienstbarkeiten, Vorkaufsrecht, Belastungen, Steuern, Katastereinkommen,…).

Das Verfahren einer Versteigerung ist am 1. Januar 2010 geändert worden. Seither gilt der Grundsatz, dass der Notar die Versteigerung an einem einzigen Tag organisiert. Um diesen einzigen Sitzungstag attraktiver zu machen und die Interessenten zu ermuntern, zügig ein Angebot zu unterbreiten, hat der Notar zwei Hilfsmittel: Er kann einen Einstiegspreis bestimmen und er kann dem endgültigen Käufer eine Prämie von 1% gewähren. In Kombination mit einem Einstiegspreis wird die Prämie demjenigen zugeteilt, der als erster Bieter ein Angebot in Höhe des Einstiegspreises oder höher ausbringt, insofern dieser Bieter letztendlich den definitiven Zuschlag erhält.

Ihr Notar berät Sie gerne.