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Gefrierschränke & Energieeffizienzklassen

Worauf sollte man achten?

In der Europäischen Union müssen bestimmte Gerätetypen, wie beispielsweise Elektro-Großgeräte, mit einer Energieverbrauchskennzeichnung markiert werden, wenn sie auf den Markt kommen. Die Produktpalette wird dabei immer größer – vom Mini-Gefrierschrank bis zum Auto – all diese Gerätetypen benötigen eine Kennzeichnung ihres potentiellen Stromverbrauchs. Sie werden mit Hilfe dieser Kennzeichnung in verschiedene Energieeffizienzklassen eingeteilt.

Die Energieverbrauchskennzeichnung zeigt dem Kunden, wie effektiv das Gerät arbeitet bzw. wie effizient es den Strom nutzt. Die Kennzeichnung hilft dem Kunden in erster Linie bei der Kaufentscheidung. So werden die Hersteller gezwungen, ihre Produkte so effektiv wie möglich zu gestalten und keine Energiefresser zu produzieren. Die Kennzeichnung erfolgt durch sogenannte Energieeffizienzklassen, die von A+++ (niedrigster Energiebedarf) bis zu G (höchster Energiebedarf) reichen.


Regelung bei Gefrierschränken

Bei allen Kühl- und Gefriergeräten gelten besondere Regeln in Bezug auf die Energieverbrauchskennzeichnung. Seit Juli 2012 müssen alle Geräte, die neu auf den Markt gebracht werden, mindestens eine Effizienz von A+ aufweisen. Die Klassen B bis G fallen hier also komplett weg.

Doch wo liegt der Unterschied zwischen den Energieeffizienzklassen A+++ und A+?

Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Gefrierschrank mit der Effizienz A+++ ungefähr die Hälfte des Stroms verbraucht, der von einem A+ Gefrierschrank benötigt wird. Voraussetzung für den Vergleich ist natürlich, dass beide Geräte dieselbe Ausstattung und dasselbe Volumen haben.

Der Unterschied zwischen A+++ und A++ Geräten ist dabei nicht ganz so groß.


Wie kommen die einzelnen Energieeffizienzklassen zustande?

Die Einteilung in verschiedene Energieeffizienzklassen erfolgt, indem man für bestimmte Gerätetypen mit einer definierten Leistung fiktive Referenzmodelle festlegt. Das Referenzmodell sollte ungefähr eine Energieeffizienzklassen von C oder D aufweisen, also von der Skala her Mittelmaß sein.

Nun vergleicht man den Stromverbrauch des getesteten Geräts mit dem des Referenzmodells. So erhält man eine Prozentzahl, die angibt, wie viel Prozent des Energieverbrauchs des fiktiven Referenzmodells das getestete Gerät hat.

Verbraucht beispielsweise ein neuer Gefrierschrank weniger als 22% des Stroms des Referenzmodells, dann wird dieser in die Energieeffizienzklasse A+++ eingeteilt. Sind es zwischen 22% und 33%, dann bekommt der Gefrierschrank hingegen die Bewertung A++. Eine Bewertung von A+ erhält das Gerät, wenn es zwischen 33% und 44% des Stromverbrauchs des Referenzmodells aufweist.

Wenn die Effizienz schlechter als A+ ist, dann müssen die Hersteller das Gerät effizienter machen und dürfen es nicht auf den Markt bringen (jedenfalls bei Kühl- und Gefrierschränken).

 

Wieso gibt es die Energieverbrauchskennzeichnung?

Wer heutzutage die Nachrichten verfolgt, der wird immer wieder Begriffe wie erneuerbare Energien, Fracking, Öl-Krise usw. hören. Der Menschheit gehen langsam die fossilen Brennstoffe aus, weswegen der potentielle Energieverbrauch von Geräten heute maßgebend bei der Kaufentscheidung ist – denn Strom wird immer teurer und teurer. Wenn ein Gefrierschrank seine Energie möglichst effektiv nutzt, dann muss der Besitzer in erster Linie weniger Stromkosten bezahlen. Somit tut er seinem Geldbeutel etwas Gutes, aber auch der Umwelt, da keine Ressourcen unnötig verschwendet werden.

Beim Kauf sollte man unbedingt darauf achten, dass man ein Gerät mit einer hohen Effektivität mit einer guten bis sehr guten Energieeffizienzklasse erwirbt. Diese kosten zwar meist mehr als vergleichbare Modelle, allerdings rechnen sich die Geräte über die Jahre hinweg, da man viel Strom spart.

Wer es genau haben möchte, der vergleicht die Kilowattstunden der verschiedenen Geräte. Wenn man seinen persönlichen Stromtarif kennt, dann kann man diese Angabe nutzen und die jährlichen Stromkosten errechnen. Ein Vergleich lohnt sich wirklich, da die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Klassen enorm sein können.

Übrigens: Immer mehr Gerätetypen müssen in Energieeffizienzklassen eingeteilt werden. Seit dem 01. September 2013 beispielsweise auch elektrische Lampen. Das zeigt, dass Stromverbrauch eine zunehmende Rolle in unserer Gesellschaft und bei unserem Kaufverhalten spielen wird bzw. bereits tut.